Wanderung auf den Pilatus

Wanderung auf den Pilatus – ab Alpnachstad

Vor ein paar Monaten bin ich zum zweiten Mal von Alpnachstad auf den Hausberg Pilatus gewandert – und obwohl das Wetter nicht perfekt war, hat gerade das den Tag besonders gemacht.

Schon der Start hat’s in sich. Der Weg steigt sofort steil an, so steil, dass ich mich nach den ersten Minuten gefragt habe, warum ich mir das überhaupt antue. Die Beine brennen, der Puls schiesst hoch – ein kurzer Gedanke ans Umkehren ist fast schon normal. Aber hey, irgendwie gehört das dazu.

Nach diesem ersten Abschnitt führt der Weg in den Wald und schlängelt sich im Zickzack bergauf. Über Wurzeln, Steine, manchmal richtig schmal – aber wunderschön. Es riecht nach Wald, die Vögel zwitschern und durch die Bäume blitzt hin und wieder der Vierwaldstättersee hervor.

Irgendwann lichtet sich der Wald und die Mittelstation Ämsigen kommt in Sicht. Dort habe ich meine erste grosse Pause gemacht: Rucksack runter, Schuhe lockern, einen Schluck trinken und die Aussicht geniessen. Genau in diesem Moment frischte der Wind auf und kurz darauf begann es leicht zu regnen. Also Jacke an, Rucksack zu – weiter geht’s.

Die zweite Hälfte der Tour ist landschaftlich richtig beeindruckend. Links und rechts ragen Felswände auf, riesige Brocken liegen neben dem Weg, und immer wieder fährt die steile Zahnradbahn gemütlich an einem vorbei. Der Weg zieht sich dann etwa 40 Minuten lang im Zickzack nach oben – anstrengend, steinig, kiesig und man muss gut auf die Schritte achten.

Und dann, endlich: das Restaurant Pilatus-Kulm auf dem Pilatus taucht in der Ferne auf. Man denkt, man hat’s gleich geschafft – aber das letzte Stück hat es nochmal richtig in sich. Obwohl es kurz aussieht, dauert es gut 30 Minuten und führt brutal steil über rutschigen Kies und grosse Steine nach oben.

Doch sobald man den Gipfel erreicht, ist alles vergessen. Die Aussicht ist einfach der Hammer: der See, die Berge und der ganze Weg, den man gemeistert hat. Oben habe ich mir zuerst etwas Gutes gegönnt und dann einfach die frische Bergluft genossen – ein perfekter Abschluss einer herausfordernden, aber unvergesslichen Wanderung.

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